80 Feuerwehrkräfte trainieren Vegetationsbrandbekämpfung im Städtedreieck
Am Samstag, 19.09.2026 fand im KBM-Bereich SAD Land 2/4 ein gemeinsamer Ausbildungstag statt. Dabei wurden 80 Aktive der Feuerwehren aus den Stadtgebieten Maxhütte-Haidhof, Burglengenfeld und Teublitz zum Thema „Vegetationsbrandbekämpfung“ zunächst in der Theorie geschult und anschließend an den vorhandenen Gerätschaften auf einem Übungsfeld in der Praxis eingewiesen. Die Idee dazu wurde bereits im Mai am diesjährigen Florianstag in Teublitz geboren, als sich Kommandant (KDT) Martin Brechler von der FF Pilsheim, die verschiedenen Gerätschaften auf den Rollcontainern des Versorgungs-LKWs der FF Teublitz, der an diesem Tag seinen Segen erhielt, angeschaut hatte. Brechler, der sich auch auf Landkreisebene im „Ausbilderteam Vegetationsbrandbekämpfung“ einbringt, stieß dabei bei KBM Christoph Spörl mit dem Thema sofort auf offene Ohren. Schnell war man sich einig, dass dies keine Altnative zu den vom Landkreis angebotenen Ausbildungsthemen bei der Vegetationsbrandbekämpfung sein soll, sondern dass viel mehr die Kameradinnen und Kameraden auf den vor Ort bei den Feuerwehren vorgehaltenen Gerätschaften im KBM-Bereich SAD Land 2/4 geschult und eingewiesen werden sollen. Kurzerhand wurde ein Ausbilderteam aus den eigenen Reihen zusammengestellt und die Aufgaben verteilt. So wurde bereits bei der Vorplanung bewusst überlegt, welche Fahrzeuge und Geräte, die z. T. bereits vor einigen Jahren und auch noch kürzlich durch die Kommunen im Städtedreieck angeschafft wurden, in die Übungen mit eingebunden werden. Diese Ausrüstung ist grundsätzlich vergleichbar mit der, die durch die Beschaffungsmaßnahmen des Landkreises Schwandorf, in den Jahren 2025/2026 mit Rollcontainer und Faltbehälter sattgefunden hat. Ergänzende Fahrzeuge und Gerätschaften, die bei den Feuerwehren im Städtedreieck vorgehalten werden, wurden ebenfalls in die Übungsplanung mit eingebunden. Damit möglichst eine große Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer effektiv geschult werden konnte, bildete man drei Übungsblöcke, je Stadtgebiet ein Block mit je 3 Stunden Ausbildung. Der gesamte Ablauf bestand aus einer Stationsausbildung mit 4 Themenschwerpunkten. Zu Beginn des jeweiligen Blockes fanden sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schulungsraum der FF Leonberg ein. KBM Christoph Spörl sagte nach der Begrüßung, dass es heute wichtig sein wird, sein eigenes Handwerkzeug und die Waldbrandausrüstung auf KBM-Ebene kennen und verstehen zu lernen, denn, wenn beispielsweise in Nachbarbereichen Kräfte als „Manpower“ nachgefordert werden, dann müsse man bei der Ablösung mit den gleichen Gerätschaften, die die erschöpften Kameraden zuvor bedient haben, weiterarbeiten können. Daher sind gemeinsame Ausbildungen auch sehr wertvoll. Im Anschluss an diese einführenden Worte übernahm Martin Brechler die Theorieeinheit. In einer Schulstunde erläuterte er die wichtigsten Einsatzgrundsätze bei der Vegetations-brandbekämpfung. Gerade die eigene Sicherheit und ein richtiges, taktisches, Vorgehen im Wald sind dabei von wesentlicher Bedeutung. Nach der Theorie ging es dann zum praktischen Teil, der auf einem abgeernteten Feld nahe Stadlhof, Maxhütte-Haidhof, stattfand. Hier wurden drei Stationen aufgebaut, die von insgesamt 5 Ausbildern betreut wurden. Zunächst erklärten die Kameraden Markus Berger und Michael Bollwein von der FF Burglengenfeld ihr mitgebrachtes Wechselladerfahrzeug (WLF) mit dem darauf befindlichem Abrollbehälter (AB) Wasser. Vollgefüllt mit 10.000 Liter Wasser kann dieser als Pufferspeicher beispielsweise vor einem Waldstück abgestellt werden. Auch wurden den Teilnehmerinnen Teilnehmern die verschiedenen Faltbehälter in unterschiedlicher Größe und Bauart vorgestellt. Von den selbstaufrichtenden Systemen mit 5.000 bzw. 2.000 Litern bis zu den 2.000 Liter Behälter mit Gestell. Als Zubringer werden in solchen Fällen Tanklöschfahrzeuge mit mehr als 2.000 Liter im Pendelverkehr eingesetzt. An der nächsten Station waren die beiden Waldbrandgeräteanhänger der FF Pilsheim und der FF Katzdorf ausgestellt. Hier konnten sich die Teilnehmer einen Überblick über die hier verlasteten Ausrüstungsgegenstände verschaffen. Ferner bestand hier die praktische Aufgabe eine sog. modulare Schlauchverlegung vorzunehmen. KDT Alexander Schmid von der FF Katzdorf erläuterte dabei die Einsatzgrundsätze und die genaue Vorgehensweise.
Bei der letzten Station wurde es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann „brenzlig“. Bevor ein mit Stroh simulierter Brandstreifen angezündet wurde, erläuterten die Ausbilder Stellv. KDT Christian Nosko und Thomas König den Teilnehmern die Ausstattung des V-LKWs der FF Teublitz. So wurden der Einsatz einzelnen Handwerkszeuge, die Löschrucksäcke, ein geschlossener Faltbehälter, der leicht von einen Aktiven in den Wald getragen werden kann, in der Praxis demonstriert. Ebenso wurde eine leicht transportierbare Waldbrandpumpe mit einfacher Schlauchverlegung vorgestellt. Auch der Einsatz von Kreisregnern wurde gezeigt und in deren Einsatzmöglichkeiten erläutert. Dann ging es in die praktische Brandbekämpfung des vorbereiteten Brandstreifens und der damit einhergehenden Bodenbearbeitung. Nachdem die Teilnehmer mit den Löschrucksäcken die Flammen gelöscht hatten, wurden die verbliebenen Glutnester u. a. mit dem Gorguitool auseinandergeräumt und abgelöscht. Auch wurde der Einsatz von Feuerpatschen, die es auch in verschiedenen Varianten gibt, gezeigt und ausprobiert. Die Teilnehmer waren sichtlich beeindruckt, mit wie wenig Wasser aus den Löschrucksäcken, aber dafür mit wie viel Handarbeit im Ernstfall effektiv gelöscht werden kann.
KBM Christoph Spörl hatte zu dieser Veranstaltung auch die drei Dienstherren der teilnehmenden Feuerwehren eingeladen und so konnten sich 2. BGM Sebastian Bösl (Burglengenfeld), 1. BGM Rudolf Seidl (Maxhütte-Haidhof) und 1. BGM Thomas Beer (Teublitz) ein Bild von der Ausbildung machen. Alle drei waren sichtlich beeindruckt, mit welchem Engagement hier zusammengearbeitet und ausgebildet wird. Alle drei sind sich zudem einig, dass von Seiten der Kommunen die getätigten Investitionen in die vorhandene Ausrüstung notwendigen waren und daher auch künftig weiter vorangetrieben werden. Doch was nützt die beste Ausrüstung, wenn mit dieser nicht ausreichend geübt und im Ernstfall nicht eingesetzt werden kann. So zollten Sie Ihren Dank und ihre Wertschätzung an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie an die Ausbilder, die wieder einmal einen Tag ihre Freizeit zum Wohle und die Sicherheit der Bevölkerung geopfert haben. Ein weiter Dank ging an den Feldbesitzer, Landwirt Alfred Göhr, für den es eine Selbstverständlichkeit war, sein abgeerntetes Feld zur Verfügung zu stellen. An die FF Leonberg und den Förderverein der Feuerwehren im Städtedreieck ging seitens KBM Christoph Spörl ein weiterer Dank, die das Feuerwehrhaus bzw. die Getränke kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Von Seiten der Kreisbrandinspektion besuchte auch Kreisbrandinspektor (KBI) Thomas Schmidt die Ausbildung und überbrachte auch die Grüße von Kreisbrandrat (KBR) Christian Demleitner. KBI Schmidt freute sich, dass man mit diesem Übungstag einmal mehr viel Wert auf die Ausbildung legt und dankte allen Aktiven und Ausbildern, die heute teilgenommen und die Übungen vorbereitet haben. Waldbrände haben in den letzten Jahren leider insgesamt zugenommen, so Schmidt. Diese sind für die Kameradinnen und Kameraden äußerst kräftefordern, gerade bei hochsommerlichen Temperaturen. Man komme dann schnell in die Ablösung von erschöpften Kameraden hinein und so hoffe man, dass man im nächsten Jahr von Vegetationsbränden verschont bleibe, so Schmidt in seinem Grußwort an die Floriansjünger.
Bericht und Bilder KBM Christoph Spörl