Gemeinschaft, Teamgeist und jede Menge Erlebnisse beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager
Bergham/Nittenau. Vier Tage voller Gemeinschaft, abwechslungsreicher Aktivitäten und vieler neuer Begegnungen liegen hinter den Jugendfeuerwehren im Landkreis Schwandorf. Vom 5. bis 8. August 2026 fand in Bergham bei Nittenau das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager statt. Rund 360 Jugendliche und Betreuer aus 35 Feuerwehren schlugen dafür ihre Zelte auf der Wiese unterhalb des Nittenauer Freibades auf.
Unter dem Motto „Zu Land und zu Wasser“ hatte die Kreisjugendfeuerwehr gemeinsam mit der Feuerwehr Bergham ein umfangreiches Programm vorbereitet. Im Mittelpunkt stand dabei bewusst nicht die feuerwehrtechnische Ausbildung. Vielmehr sollten sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Feuerwehren des Landkreises kennenlernen, gemeinsam Herausforderungen meistern und vor allem einige unbeschwerte Tage miteinander verbringen.
Bereits nach der Anreise und der offiziellen Eröffnung am Mittwoch sorgte ein gemeinsamer Showabend für einen gelungenen Auftakt. Am Donnerstag ging es dann unter anderem aufs Wasser. Bei einer Kanutour auf dem Regen war Teamarbeit gefragt, um gemeinsam das Ziel in Mariental zu erreichen. Unterstützt wurde die Aktion durch die Wasserwacht. Weitere Gruppen verbrachten den Tag unter anderem beim Minigolf, beim Baden in der Sandoase oder bei einem eigens für die Jugendfeuerwehr ermöglichten Kinobesuch. Auch am Abend blieb kaum Zeit für Langeweile. Bei einem unterhaltsamen Wettbewerb traten Jugendliche und erfahrene Feuerwehrführungskräfte beziehungsweise Betreuer gegeneinander an. Verschiedene Geschicklichkeits- und Teamspiele sorgten dabei nicht nur für Ehrgeiz, sondern vor allem für viele gemeinsame Lacher. Ein Höhepunkt des Zeltlagers folgte am Freitag mit der Lagerolympiade. Auf einer rund vier Kilometer langen Strecke durch Nittenau warteten sieben unterschiedliche Stationen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Besonderheit: Die Mannschaften wurden bewusst feuerwehrübergreifend und mit unterschiedlichen Altersgruppen zusammengestellt. Damit stand nicht allein das Lösen der Aufgaben im Vordergrund. Die Jugendlichen sollten miteinander ins Gespräch kommen, neue Kontakte knüpfen und als neu zusammengestellte Mannschaft zusammenwachsen. Dass dies funktionierte, zeigte sich spätestens bei der letzten Station: Dort mussten die Jugendlichen Fragen über ihre zuvor teilweise noch unbekannten Teammitglieder beantworten. Auf spielerische Weise wurde damit genau das erreicht, was das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager auszeichnet – aus vielen einzelnen Jugendfeuerwehren eine große Gemeinschaft entstehen zu lassen. Für Spannung sorgte am Abend eine Geisterwanderung, bevor am Samstag mit dem „Spiel ohne Grenzen“ noch einmal Bewegung und Geschicklichkeit gefragt waren. Lebendkicker, Bubbleball und Völkerball gehörten dabei zu den verschiedenen Herausforderungen.Neben Spiel und Freizeit hat das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager aber noch eine weitere wichtige Funktion. Im Rahmen eines Jugendforums kamen die Jugendsprecher der Feuerwehren zusammen. Gemeinsam mit den Kreisjugendsprechern konnten sie ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen einbringen. Damit erhalten die Jugendlichen selbst die Möglichkeit, die zukünftige Jugendarbeit und Veranstaltungen im Landkreis aktiv mitzugestalten.
Auch Landrat Thomas Ebeling ließ es sich trotz seines Urlaubs nicht nehmen, beim Zeltlager vorbeizuschauen. Er dankte den Verantwortlichen für ihr Engagement und nahm sich Zeit für den Feuerwehrnachwuchs.
Zur abschließenden Siegerehrung kamen zahlreiche Vertreter der Feuerwehren und Kommunen nach Bergham. Unter anderem würdigten Nittenaus Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Stich und Kreisbrandrat Christian Demleitner das Engagement der Jugendlichen sowie die Arbeit der zahlreichen Helferinnen und Helfer. Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr Bergham, die als Ausrichter wesentlich zum Gelingen der vier Tage beigetragen hatte. Bei den Wettbewerben konnte sich schließlich die Jugendfeuerwehr Teunz den Gesamtsieg sichern. Den zweiten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Altenschwand, gefolgt von Neuenschwand auf Platz drei.
Kreisjugendwart Tobias Sebast dankte zum Abschluss allen Beteiligten, die bereits im Vorfeld und während der Veranstaltung zahlreiche Stunden investiert hatten. Besonders der Gastgeberfeuerwehr Bergham. Denn hinter einem Zeltlager dieser Größenordnung stehen umfangreiche Vorbereitungen, Organisation und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
Mit Musik von DJ DeepStone-Music alias Christoph Steiner fand das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager schließlich einen stimmungsvollen Abschluss.
Für die Kreisbrandinspektion und die Kreisjugendfeuerwehr bleibt nach vier erlebnisreichen Tagen vor allem eines: Das Zeltlager hat eindrucksvoll gezeigt, dass Jugendfeuerwehr weit mehr als feuerwehrtechnische Ausbildung bedeutet. Freundschaften, Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Erlebnisse bilden die Grundlage dafür, dass aus dem Feuerwehrnachwuchs von heute die Einsatzkräfte und Verantwortungsträger von morgen werden.
Bericht: L5.1
Bilder: Martin Brechler