Kreisfeuerwehrverband Schwandorf blickt auf starkes Jahr mit wichtigen Neuerungen zurück

22.03.2026

Der Kreisfeuerwehrverband Schwandorf hat sich im Meisl-Saal in Bruck i.d.Opf. zur jährlichen Verbandsversammlung getroffen. Vorsitzender Christian Demleitner konnte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren begrüßen, darunter auch den 2. Bürgermeister Robert Feuerer, die stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl und Pfarrer Michael Hirmer. Hirmer verstärkt seit Kurzem den Fachbereich der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV‑E) und ist bereits eine geschätzte Unterstützung.

Starkes Mitgliederwachstum – jeder fünfte Landkreisbewohner im Feuerwehrverein

Demleitner stellte in seinem Bericht die aktuelle Struktur des Verbandes vor:
Der Kreisfeuerwehrverband zählt 5780 Mitglieder, darunter 940 aktive Frauen – ein seit Jahren wachsender Anteil. Die Feuerwehrvereine im Landkreis bleiben ebenfalls ein zentraler Rückhalt der aktiven Einheiten: 25.875 Menschen engagieren sich dort – also rund jeder fünfte Landkreisbewohner. Diese außergewöhnliche Quote spiegele eindrucksvoll die gesellschaftliche Verankerung der Feuerwehren wider. Kassier Johann Gietl konnte mit einen soliden Bericht aufwarten. 

Neue Entwicklungen: Ehrenzeichen, Altersgrenze und Ausbildungsgeräte

Mehrere Neuerungen prägten das vergangene Jahr:

  • Das Ehrenzeichen in Bronze wurde neu eingeführt.
  • Die Altersgrenze orientiert sich nun am regulären Renteneintrittsalter.
  • Die Mindestdienstzeit von Kommandanten zur Wahl wurde beibehalten

Der Verband konnte darüber hinaus seine Angebote für Feuerwehren deutlich erweitern. Für Veranstaltungen steht nun eine Hüpfburg zur Verfügung, die vor allem für Jugendarbeit und Öffentlichkeitsaktionen große Nachfrage erfährt.

Auch im Ausbildungsbereich wurden zusätzliche Geräte verfügbar gemacht – darunter:

  • ein mobiler Firetrainer,
  • eine Flashbox,
  • ein Holzspannungssimulator

sowie das Infomobil, das mittlerweile zu einem wichtigen Werkzeug geworden ist, um Menschen im Landkreis moderne Feuerwehrarbeit näherzubringen.

Brandschutzerziehung wird immer wichtiger

Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Brandschutzerziehung, deren Bedeutung seit Jahren wächst. Besonders erfreulich:
Die Zahl der von Kindern verursachten Brände konnte durch konsequente Präventionsarbeit weiter reduziert werden.

Seit 2025 ist die Brandschutzerziehung offiziell als Aufgabe der Gemeinden im Feuerwehrgesetz verankert. Für Grundschulen wurde ein Brandschutzerziehungskoffer entwickelt, der Unterrichtsmaterial zu Feuer, Rauch und elektrischen Gefahren enthält und bereits intensiv eingesetzt wird.

Jugend und Kinderfeuerwehren auf Rekordniveau

Kreisjugendfeuerwehrwart Tobias Sebast stellte die beeindruckenden Zahlen der Nachwuchsarbeit vor:

  • 123 Jugendgruppen mit 1329 Mitgliedern
  • davon 803 Jungen und 526 Mädchen
  • 46 Kinderfeuerwehren mit 941 Kindern – ein Plus von 130 gegenüber dem Vorjahr

Im Jahr 2025 wechselten 68 Kinder in die Jugendfeuerwehr und 151 Jugendliche in den aktiven Dienst.

Der zeitliche Aufwand der Jugendgruppen ist beachtlich: insgesamt 9830 Stunden wurden in Ausbildung, Wettbewerbe und weitere Aktivitäten investiert.

Auch in den Leistungsnachweisen erzielten die Jugendlichen beeindruckende Ergebnisse:
67-mal die Bayerische Jugendspange, 88-mal die Deutsche Leistungsspange sowie hunderte Abnahmen der Jugendflamme und des Wissenstests.

Anerkennung der Politik und Stärkung des Verbands

In den Grußworten unterstrichen die Vertreter des Landkreises die hohe Bedeutung der Feuerwehren. Stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl lobte den engen Zusammenhalt zwischen Aktiven und Vereinen sowie die hervorragende Jugendarbeit im Landkreis.

Der Brucker 2. Bürgermeister Robert Feuerer blickte auf 28 Jahre als Vorsitzender seines Feuerwehrvereins zurück. Er gab zu, dass er dem damals neu gegründeten Kreisfeuerwehrverband zunächst skeptisch gegenüberstand, heute jedoch „voll überzeugt sei, dass dieser Schritt richtig und wichtig war“.

Fachbereiche des KFV Schwandorf

Der KFV verfügt über eine breite fachliche Struktur als Ansprechpartner für die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf:

  • Fahrzeuge & Geräte: Thomas Schmidt
  • Vereinswesen: Hanne Gietl & Josefine Duscherl
  • Vorbeugender Brandschutz: Christian Demleitner
  • Katastropheneinsatz: Christian Demleitner
  • Öffentlichkeitsarbeit: Hans‑Jürgen Schlosser
  • Funk, EDV, ELDIS: Christoph Beier
  • Ärztlicher Dienst: Dr. Oliver Lang
  • Wettbewerbe: Armin Jehl
  • PSNV & Seelsorge: Patrick Allen

Bericht & Bilder: L5/1