Viele Gesichter. Eine Heimat.

05.10.2026
Rückblick Feuerwehraktionswoche 2026 im Landkreis Schwandorf

Vom 25. September bis 4. Oktober 2026 stand das Ehrenamt Feuerwehr in ganz Bayern besonders im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Viele Gesichter. Eine Heimat.“ rückte die Feuerwehraktionswoche die Menschen in den Vordergrund, die sich freiwillig engagieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.

Auch im Landkreis Schwandorf wurde während der Aktionswoche intensiv geübt. Insgesamt fanden 18 Übungen in 14 Kommunen statt. Daran waren 89 Einheiten beteiligt. Die unterschiedlichen Übungslagen stellten die Einsatzkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen und verlangten neben dem fachlichen Können vor allem eine gute Abstimmung, klare Kommunikation und verlässliche Zusammenarbeit.  Solche Übungen sind weit mehr als reine Pflichttermine. Sie geben den Einsatzkräften die Möglichkeit, ihr Wissen unter möglichst realistischen Bedingungen anzuwenden, vorhandene Abläufe zu überprüfen und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln. Gleichzeitig stärken sie die Zusammenarbeit über Gemeinde- und teilweise auch Landkreisgrenzen hinweg. Hinter den Zahlen stehen viele Menschen, die für die Vorbereitung und Durchführung ihre Freizeit investieren. Menschen, die nach einem Arbeitstag noch ins Feuerwehrhaus kommen, Fahrzeuge und Geräte vorbereiten, Übungslagen ausarbeiten und sich anschließend gemeinsam mit den gewonnenen Erkenntnissen auseinandersetzen.

Unser Dank gilt deshalb allen beteiligten Einsatzkräften sowie den Verantwortlichen, die die Übungen vorbereitet, begleitet und ausgewertet haben. Ebenso danken wir den beteiligten Kommunen, Unternehmen, Einrichtungen und Eigentümern, die geeignete Übungsobjekte zur Verfügung gestellt und die Durchführung unterstützt haben. Nur durch dieses gemeinsame Mitwirken ist eine praxisnahe Ausbildung in dieser Form möglich.

Im Rahmen der Feuerwehraktionswoche fand am Freitag, den 2. Oktober, im Feuerwehrgerätehaus Nabburg außerdem ein gemeinsames Austauschtreffen von Medien, Polizei, Landratsamt und Kreisbrandinspektion statt. Viele der Beteiligten stehen bei Einsätzen regelmäßig telefonisch oder schriftlich miteinander in Kontakt. An diesem Abend bestand die Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen, Erwartungen offen anzusprechen und ein besseres Verständnis für die Aufgaben der jeweils anderen Seite zu entwickeln.

Zu den Gästen gehörten die stellvertretende Landrätin Sabine Schindler und Michael Zaschka von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg. Darüber hinaus nahmen Vertreter aller Polizeidienststellen im Landkreis Schwandorf sowie Medienvertreter teil. Unter anderem waren die Redaktionen der Mittelbayerischen Zeitung und von Oberpfalz Medien vertreten. Seitens der Kreisbrandinspektion nahm unter anderem Kreisbrandrat Christian Demleitner an der Veranstaltung teil. Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Schlosser stellte die Struktur der Kreisbrandinspektion sowie die Aufgaben und Arbeitsweise der Pressestelle Kreisbrandinspektion vor. Dabei machte er deutlich, dass sich die Pressestelle als Dienstleister für die Feuerwehren im Landkreis versteht. Sie möchte deren Arbeit in all ihren Facetten sichtbar machen, bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und die notwendigen Kontakte zu Medien, Behörden und weiteren Ansprechpartnern herstellen. Michael Zaschka zeigte die Zuständigkeit der Pressestelle im Polizeipräsidium auf sowie die Zuständigkeiten der jeweiligen Dienststellen.  Kreisbrandrat Christian Demleitner ging auf die Bedeutung der Feuerwehraktionswoche ein und stellte den Zusammenhang zwischen Einsatzgeschehen, Medienarbeit und der Zusammenarbeit mit der Polizei heraus. Gerade in einer Zeit, in der sich Informationen innerhalb weniger Minuten verbreiten und auch ehrenamtliche Einsatzkräfte immer stärker im öffentlichen Fokus stehen, sind kurze Kommunikationswege und verlässliche Absprachen wichtiger denn je. Der gemeinsame Auftrag besteht darin, die Bevölkerung schnell, fundiert und transparent zu informieren. Gleichzeitig gilt es, die Menschen hinter einem Einsatz nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren leisten ihren Dienst ehrenamtlich und übernehmen dabei eine große Verantwortung. In den offenen Gesprächen wurden im Nachgang Erfahrungen ausgetauscht, gegenseitige Erwartungen angesprochen und bestehende Kontakte weiter vertieft. Dabei wurde deutlich, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht erst während eines größeren Einsatzes beginnen darf. Persönliche Kontakte und das Wissen um Zuständigkeiten bilden die Grundlage dafür, dass Informationen im Bedarfsfall schnell und zuverlässig weitergegeben werden können.

Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Nabburg, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und als Gastgeber wesentlich zum gelungenen Abend beitrug.
Ebenso danken wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse, die offenen Gespräche und das ehrliche Feedback.

Die Feuerwehraktionswoche 2026 hat damit auf unterschiedliche Weise gezeigt, was hinter dem Motto „Viele Gesichter. Eine Heimat.“ steht: Viele Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und Perspektiven, die gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen.

Bericht & Collagenquelle: L5/1
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