Training für Atemschutzgeräteträger im Brandübungscontainer
In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen.
Das ist selbstverständlich eine gute Nachricht; gleichzeitig wird es dadurch – gerade für junge Feuerwehrkameradinnen und -kameraden immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen. Persönliche Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden. Der feststoffbefeuerte Brandübungscontainer hilft, diese Lücke zu schließen. Mit dieser Möglichkeit kann eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden. Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können. Die Realbrandausbildung ergänzt damit die moderne und notwendige Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern für die Brandbekämpfung in Gebäuden. Die Feuerwehrleute werden dabei mit echtem, realem Feuer konfrontiert, um sich somit möglichst praxisnah bei gleichzeitiger Beibehaltung sicherer Bedingungen auf den realen Einsatz vorzubereiten. Die theoretische Unterweisung fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenfeld statt. Neben der Erklärung unserer Schutzkleidung und deren Funktion, der Funktionsweise von Hohlstrahlrohren, der Brandverlaufskurve und Brandphänomenen wurden Möglichkeiten zum effektiven Löschmitteleinsatz vermittelt. Diese Ergänzung zur traditionellen Ausbildung gibt den Einsatzkräften also eine zusätzliche Handlungssicherheit. Für die Atemschutzgeräteträger ist diese Erfahrung wichtig, um im Ernstfall kritische Situationen sicherer erkennen und entsprechend reagieren zu können. Dadurch können Unfälle mit häufig schwerwiegenden Folgen verhindert werden.
Die insgesamt 64 Teilnehmer aus dem Landkreis Schwandorf stammen aus folgenden Feuerwehren:
Kemnath bei Fuhrn, Winklarn, Penting, Niedermurach, Teunz, Dieterskirchen, Altendorf, Schwarzenfeld, Wolfring, Neusath, Schmidgaden, Gleiritsch, Guteneck, Oberköblitz, Leonberg, Meßnerskreith, Bruck i.d. Opf, Bergham, Teublitz, Burglengenfeld, Wackersdorf, Steinberg am See, Ettmannsdorf, Schwandorf, Schwarzhofen
Das Projekt wird vom Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern e.V. organisatorisch begleitet, vom StMi gesponert sowie durch die Firma Red Line Solution im Auftrag der Firma Dräger durchgeführt.
Fach – KBM (Atemschutz) Stefan Schmid und Kreisbrandrat Christian Demleitner dankten allen Teilnehmer für Ihre Teilnahme und das große Interesse, sich in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit weiterzubilden.
Text und Bilder: L5.3